Arbeitsgruppe Prof. Briel

 

 

 

Prof. Dr. Detlef Briel

Synthese anellierter Heterocyclen als Phosphodiesterase-Inhib.

Die Phosphodiesterasen (PDE) sind Enzyme, welche die beiden zellulären Botenstoffe cyclisches Adenosinmonophosphat (cAMP) und cyclisches Guanosinmonophosphat (cGMP) hydrolysieren. Durch das Wirken dieser Botenstoffe auf zelluläre Signalkaskaden und Selbstregulation (Homöostase) werden grundlegende Funktionen wie Verhalten, Lernen, Gedächtnis und Erkennung gesteuert, sowie psychische Krankheiten beeinflusst. Die örtliche Verteilung und Funktion von PDE2A macht die molekulare Bildgebung mittels Positronen-Emissions-Tomographie (PET) durch geeignete Radiotracer zu einem vielversprechenden diagnostischen Verfahren in Bezug auf ein besseres Verständnis von Erkrankungen bei Menschen, die mit verwandten Erkrankungen korreliert sind.

Ziel des Projektes ist die Synthese von Triazol-basierten tricyclischen Verbindungen als wirkungsvolle 18F-Markierungsvorläufer für PDE2A in vivo.

Kooperationspartner

Prof. Dr. Peter Brust link
Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

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Synthese von Chinazolinen als Adenosin-A3-Rezeptor Antagonisten

Adenosin als extrazelluläres Signalmolekül löst zahlreiche Zellreaktionen aus. Es entfaltet seine Wirkung über vier G-Protein-gekoppelten Rezeptor-Subtypen: A1, A2a, A2b und A3. Offenkundig scheint er aber in die Entstehung verschiedener inflammatorischer Krankheiten, beispielsweise Asthma, COPD oder IFL, involviert zu sein. In der Krebstherapie könnten potente ADOR A3-Antagonisten eingesetzt werden um Tumorzellen gegenüber Chemotherapeutika zu sensibilisieren. Diese zu finden ist Ziel des Projektes. Dafür sollen unterschiedlich substituierten Chinazolin-Derivate synthetisiert und auf die Selektivität und Effektivität gegenüber ADOR A3 in vitro getestet werden.

Kooperationspartner

Prof. Dr. Christa E. Müller
(Fachgruppe Pharmazie; Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

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Entwicklung von tricyclischen Enzyminhibitoren und deren Nutzung als PET-Radiotracer für Phosphodiesterase 2A

In dem Projekt geht es um die Entwicklung neuer Wirkstoffe bzw. Diagnostika, welche Bedeutung bei der Erkennung und Behandlung psychodegenerativer Erkrankungen wie beispielsweise Alzheimer Demenz, Depressionen oder Angststörungen erlangen sollen.

Ziel der Arbeiten ist die Synthese und Charakterisierung von Enzyminhibitoren der Phosphodiesterase 2A (PDE2A). Diejenigen Inhibitoren, welche sowohl eine hohe Wirksamkeit wie auch eine große Selektivität gegenüber dem Zielenzym PDE2A aufweisen werden zu Vorstufen für Radiotracer weiterentwickelt.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit des Institutes für Pharmazie (Bereich pharmaz. mediz. Chemie, AG Prof. Briel: Synthese der tricyclischen Heterocyclen, Struktur-Aktivitätstests, Untersuchungen der chemischen und metabolischen Stabilität, Enzymtests) und dem Helmholtzzentrum Dresden Rossendorf (HZDR)(AG Dr. Scheunemann) (Radiomarkierungen, Testung der Radioliganden in vitro und in vivo).

Kooperationspartner

Prof. Dr. Peter Brust link
Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Prof. Dr. Osama Sabri link
Klinik für Nuklearmedizin der Universität Leipzig

Prof. Dr. Jörg Matysik & Dr. Claudia Birkemeyer
Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig

AG Prof. Huang
PET-Zentrum der Yale Universität New Haven, USA

Das Projekt wird von der DFG gefördert.

letzte Änderung: 13.03.2017